Am 27. Mai 2026 fand in der Geschäftsstelle der Północna Izba Gospodarcza (Nordwirtschaftskammer) in Stettin eine Informationsveranstaltung zu den Möglichkeiten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit deutschen Partnern statt. Die Veranstaltung brachte zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer zusammen, die an einer Expansion auf den deutschen Markt sowie am Ausbau grenzüberschreitender Geschäftsbeziehungen interessiert sind.
Im Rahmen der Veranstaltung erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über praktische Instrumente zur Suche nach Geschäftspartnern in Deutschland sowie über die Arbeitsweise des Deutsch-Polnischen Informations- und Beratungsnetzes in der Euroregion Pomerania. Expertinnen und Experten sowie Vertreter von Wirtschaftsorganisationen und Kammern aus Polen und Deutschland teilten ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen.
Auf großes Interesse stieß der Vortrag von Małgorzata Szałek von der Północna Izba Gospodarcza. Sie stellte das Projekt POLSMA vor und erläuterte die Möglichkeiten zur Unterstützung von Unternehmen bei der Erstellung ihrer CO₂-Bilanz. Die Teilnehmenden erfuhren, wie sie ihr Unternehmen auf die steigenden Anforderungen im Bereich ESG-Berichterstattung und Nachhaltigkeit vorbereiten können.
Jörn Klitzing von der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg präsentierte die vielfältigen Unterstützungsangebote der deutschen Industrie- und Handelskammern – von Beratung und Qualifizierung über die Vermittlung von Geschäftskontakten bis hin zur Begleitung von Unternehmen beim Markteintritt in Deutschland.
Jörg Hieronimus zeigte anschließend Chancen für den Eintritt in den deutschen Markt durch Unternehmensnachfolgen auf. Er erläuterte, wie die Übernahme bestehender Unternehmen in Deutschland eine attraktive Alternative zur Neugründung darstellen kann.
Die Veranstaltung wurde von Aleksander Buwelski von der IHK Ostbrandenburg moderiert, der zugleich das strategische Projekt POLSMA repräsentierte. Ziel des Projekts ist es, Unternehmen im deutsch-polnischen Grenzraum bei der klimatischen Transformation sowie bei der Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit im Rahmen des Europäischen Green Deals zu unterstützen.
Im Anschluss an den fachlichen Teil nahmen die Teilnehmenden an einer Studienbesichtigung der „Fabryka Wody“ (Wasserfabrik) in Stettin teil – einem modernen Bildungs- und Freizeitzentrum, das beispielhaft innovative Lösungen in den Bereichen Bildung, Nachhaltigkeit und moderne Technologien verbindet.
Die Veranstaltung wurde vom Deutsch-Polnischen Informations- und Beratungsnetzwerk (IBN) in der Euroregion Pomerania organisiert und aus Mitteln des Interreg VI A Kooperationsprogramms Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen 2021–2027 finanziert.